Tja, das Internet!

Ich gehöre zu der Spezies der hoffnungslos verlorenen Verfechterinnen des stationären Handels. Ich gehe gerne in Innenstädte, schlendere gerne durch Geschäfte und stemme mich mit Ein-Personen-Kraft gegen das Sterben dieser Kultur. Deswegen mache ich auch etwas, wofür Online-Power-Shopper nur ein müdes Lächeln übrig haben: Ich google einen Artikel und kaufe ihn dann stationär.
So geschehen vor einigen Monaten. Ich wusste dass meine Schwester eine bestimmte Marke für dekorative Haushaltswaren mag. Von dieser Marke wollte ich ihr ein Tablett schenken (eins für die Küche, kein Tablet 😉 ) Ich habe eins auf amazon rausgesucht und dann telefonisch bei einem wirklich renommierten und sehr gut sortierten Fachhändler angerufen. Ich wusste, dass er diese Marke führt und habe nach eben diesem Artikel gefragt. Die Antwort der Verkäuferin: „Ich habe jetzt gerade keine Zeit, rufen Sie doch später nochmal an!“
Ein Klick später hatte ich es online bestellt.

Wochen danach stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass der Laden schließt. Drinnen fragte eine andere Kundin die Verkäuferin nach dem Grund der Geschäftsschließung. Ihre Antwort: „Tja, das Internet!“

Denken Sie mal drüber nach.

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