Mobilität: Jeder kann alles von überall tun – auch im Job?

Wir können immer mehr Dinge von unterwegs erledigen. Stimmt das wirklich? Und was bedeutet in diesem Zusammenhang „alles“? Trifft das, was wir im Privaten per App erledigen auch auf den Beruf zu? Und wohin geht die Reise?

Kürzlich fand die Photokina in Köln statt. Eine Veranstaltung, bei der sich die Hersteller von Kompaktkameras mit Neuerungen vehement gegen den Verlust von Marktanteilen stemmen. Fakt ist: die Kameras in den Smartphones sind so leistungsfähig, dass sie den kleinen Kameras längst den Rang abgelaufen haben. Smartphones haben wir jederzeit dabei, ein Schnappschuss ist immer möglich. Und er ist nahezu perfekt.

horseshoe


So kann es durchaus sein, dass dieses Kamerasegment in Kürze in sehr kleine Marktnischen oder gleich ganz vom Markt verschwinden wird. Es ist ein Beispiel von Verdrängung durch neue, disruptive Technologien und ein Synonym dafür, wie schnell sich die Technologien ändern, die wir im täglichen Leben nutzen. Das betrifft auch unser Arbeitsleben. Die Art zu arbeiten wird durch die technologischen Möglichkeiten und neue Arbeitsmittel bestimmt.

Haben Sie Ihren PC schon abgebaut?


2012 ermittelte eine Gartner-Studie zehn neue Trends, die bis 2016 Wirklichkeit werden sollten. Auf das Thema Mobilität bezogen kann man heute sagen: Die Voraussagen sind eingetreten. Tablets, mobil-zentrisches Arbeiten, App-Stores und Cloud-Computing sind die vier von 10 Themen, die in Bezug auf den Mobilitätsgedanken Realität geworden sind. Das alles in nur vier Jahren! Und auch für die Zukunft sind die Entwicklungen rasant. So läutet Gartner für die Zeit nach 2016 schon die Post-App-Phase ein, noch bevor sie richtig Fuß gefasst hat.

folie3

Allerdings wird im beruflichen Umfeld schnell klar: was Apps betrifft, ist noch viel Luft nach oben. Während es rund um das Thema Kommunikation und Telefonie jede Menge mobiler Lösungen gibt, sieht es bei Prozessen, die auf Datenbanken zugreifen, ganz anders aus. Apps, die die Kernprozesse betreffen, sind noch Mangelware. Mobil per App auf die Warenwirtschaft, die Fibu oder das Archiv zuzugreifen ist eher Wunsch denn Wirklichkeit. In Wahrheit gehen wir alle jeden Morgen ins Büro, sitzen an unseren Arbeitsplätzen und erledigen tagtäglich das, was mobil nicht geht.
Oder haben Sie Ihren PC schon abgebaut?
Ein sehr konkretes Beispiel wurde mir kürzlich im Gespräch skizziert. Außendienstmitarbeiter fahren täglich nach ihren Kundenbesuchen ins Unternehmen um dort das CRM mit den Daten des Tages zu füttern und zentral die Kunden mit den vereinbarten Informationen zu versorgen. Ich bin mir sicher, Sie kennen das!

folie8

Wir sehen deutlich den Mangel an intelligenten Lösungen, die das mobile Arbeiten an datenbankgestützten Kernprozessen überhaupt erst ermöglichen und auf intelligente Weise unterstützen.  Das liegt unter anderem daran, dass Software-Entwicklung erheblich langsamer ist als Hardware-Entwicklung. Mobile Devices haben wir im Überfluss, die wesentlichen  Applikationen fehlen.  Insofern betrachten wir die  galoppierende Zukunftsbetrachtung von Gartner in Bezug auf Apps zwiegespalten. Die Post-App-Phase mag im privaten Umfeld näher kommen, im Job sehen wir sie geradezu noch am Anfang.
Wir sind der Meinung, für die genannten Kernprozesse noch weit mehr als nur neue Apps nötig sind. Es braucht neue Bedien-Konzepte,  neue Software-Architekturen, neue Infrastrukturen und neue Sicherheitsanforderungen.

Mit Smart2Biz sehen wir diesen Anforderungen gelassen entgegen.

Kommentare sind geschlossen.